Dann lohnt sich vielleicht ein neuer Blick auf das, was uns innerlich begrenzt!
Scham macht eng. Sie stört unsere Verbindung zu anderen Menschen, zur Welt und manchmal sogar zu uns selbst. Manche Menschen erleben sich so abgeschnitten, dass ihnen Orientierung fehlt („Wohin mit meinem Leben?“), ein Gefühl von Sinn („Wofür bin ich überhaupt da?“) oder das tiefe Empfinden von innerer Zufriedenheit („Alles ist gut.“).
Wir Menschen kommen unfertig auf die Welt. In den ersten Lebensjahren brauchen wir viel Unterstützung, damit wir uns zu lebendigen, erfüllten und innerlich sicheren Erwachsenen entwickeln können. Wenn diese Unterstützung nur teilweise vorhanden ist, kann unsere Entwicklung beeinträchtigt werden – daher der Begriff Entwicklungstrauma.
Um uns gesund entwickeln zu können brauchen wir:
Doch bei all dem, was wir brauchen, geschieht es fast unvermeidlich, dass manches fehlt. Vielleicht fehlten Wärme, Zuwendung, Schutz oder echte emotionale Präsenz. Vielleicht war aber auch manches zu viel: Grenzüberschreitungen, Druck, Gewalt, emotionale Überforderung oder Erwartungen, die ein Kind gar nicht erfüllen kann.
Ein Beispiel:
J. wächst mit einem Vater auf, der depressiv ist, sich zurückzieht, häufig weint und suizidale Gedanken hat. Wie soll J. unter solchen Umständen unbeschwert lebendig sein? Mit wem spielen? Mit wem sich freuen? Wohin mit der eigenen Energie und Lebenslust, wenn die gesamte Aufmerksamkeit der Familie beim Vater gebunden ist?
Kinder finden fast immer eine Möglichkeit, sich anzupassen.
Oft geschieht das mit Hilfe von Selbstbeschämung:
„Ich bin zu viel.“
„Ich bin zu laut.“
„Ich bin eine Belastung.“
„Mit mir stimmt etwas nicht.“
Diese inneren Überzeugungen helfen dem Kind, seine Lebendigkeit zurückzuhalten, sich kleiner zu machen oder sich innerlich einzufrieren. Was damals sinnvoll war, wird später jedoch häufig zum Hindernis.
Denn wie soll ein Mensch mit einem solchen Selbstbild später erfüllte Beziehungen leben, seinen Platz im Leben finden oder sich wirklich frei und lebendig fühlen?
In dieser Einführung lernst du:
☞ was Scham eigentlich ist – und warum sie oft weniger ein Gefühl als vielmehr eine innere Dynamik ist,
☞ weshalb Schamdynamiken ursprünglich sinnvoll waren,
☞ warum viele Symptome und Beziehungskonflikte eng mit chronischer Selbstbeschämung verbunden sind
☞ und vor allem: wie sich diese Dynamiken allmählich verändern und lösen können
Die Einführung setzt sich zusammen aus:
☞ Vortrag
☞ Selbsterfahrung
☞ gemeinsamem Erarbeiten
☞ achtsamer Begleitung
☞ Raum für Fragen und persönliche Reflexionen
Fall der Anmeldebutton bei dir nicht funktioniert, kannst du auch direkt an
johanna AT trauma-transformation.net schreiben oder per Telegram an https://t.me/johannahau
Exklusive Einführung "Wer wir wirklich sind"
Wann
Mittwoch 8. Juli 17 - 20 Uhr
Wo
Online über Zoom
Wieviel
70 €
Für Wen
Stephan Niederwieser lehrt zum Thema Scham für gewöhnlich nur noch als Fortbildung für TherapeutInnen.
Diese Einführung richtet sich hingegen exklusiv an alle Betroffenen und Interessierten!
Wer
Stephan Konrad Niederwieser ist Traumatherapeut, NARM-Lehrer und Autor. Sein gemeinsam mit NARM-Gründer Laurence Heller verfasstes Buch "Wer wir wirklich sind jenseits von Scham und Selbstablehnung" erscheint am 24. Juni 2026. Es ist hier bereits vorbestellbar.
Er beschäftigt sich seit bald 40 Jahren mit Psychotherapie. Nach dem EST-Training 1982 begann er eine Hakomi-Ausbildung. Später beschäftigte er sich mit verschiedenen Formen des Aufstellens und ließ sich in Somatic Experiencing, Integrated Somatic Psychology und zahlreichen anderen Methoden ausbilden. Seit vielen Jahren arbeitet er nach dem NeuroAffective Relationship Model (NARM) von Dr. Laurence Heller und bildet inzwischen selbst TherapeutInnen darin aus.
Johanna Hauck und Sascha Pahl
organisieren die Veranstaltung
was existenzielle Scham ist
wie Heilsversprechen im therapeutischen Bereich mit Beschämung zusammenhängen
wieso Scham das eigentliche Trauma darstellt
wieso Scham keine Emotion sondern eine Strategie ist
was der natürliche Schamimpuls ist und wie er im Trauma zu chronischer Scham kompromittiert wird
was alltägliche von chronischer Scham unterscheidet und was das mit Wut zu tun hat
was Scham evolutionsbiologisch für einen Sinn hat
was Scham mit Bindungs- und Entwicklungstrauma zusammenhängt
wie Scham uns unbewusst steuert - von der Selbstoptimierung bis zum Machtmissbrauch
wie Scham oft ausagiert wird statt sie wahrzunehmen und was der Ausweg aus diesen Schamkreisläufen ist
Hinweis zu den Inhalten: Die Aussagen und Äußerungen unserer Interviewpartner liegen in ihrem Verantwortungsbereich. Wir machen uns Aussagen und Äußerungen von Dritten grundsätzlich nicht zu eigen. Im Falle von Rechtsverstößen informiere uns bitte per Support-Mail!
Hinweis zur Selbstverantwortung: Die Inhalte unseres Kongresses dienen der Information und Aufklärung über Zusammenhänge. Sie stellen kein Heilsversprechen dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Therapeuten.
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